Die andere Sonnenbrille

Atzenbrillen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – doch was zeichnet diese Brillen gegenüber normalen Brillen genau aus?

Das Wort Atze

Das Wort Atze hat mehrere Bedeutungen: Es wurde bereits im Mittelalter als Synonym für männlichen Freund oder Kumpel genutzt. Später, ab dem 19. Jahrhundert, wurde es auch im berlinerischen Dialekt als Bezeichnung für den großen Bruder verwendet. Außerdem ist “Atze” eine Kurzform für viele mit A beginnende Namen, zum Beispiel Andreas oder Arthur. Heute wird das Wort Atze vor allem unter Hip-Hoppern als Synonym für Kumpel, guter Freund oder auch das englische Wort “Homie” genutzt. Ein bekannter Träger des Namens ist der deutsche Komödiant Atze Schröder.

Der Vormarsch der Atzenbrille

Einigen Quellen zufolge wurde die Atzenbrille in den 80er Jahren in Deutschland bekannt. In den letzten Jahren erlangten sie Berühmtheit, als viele deutsche Musiker, vor allem solche, die im Hip-Hop beheimatet sind, Atzenbrillen in ihren Videoclips trugen. Mittlerweile sind diese Brillen so verbreitet, dass sie praktisch jeder Jugendliche in Deutschland kennt. Auch im europäischen Ausland sind sie der jüngeren Generation bekannt.

Variationen der Atzenbrille

Atzenbrillen gibt aus vielen Materialien wie Kunststoff oder Metall, wobei die niederpreisigen Atzenbrillen meist aus Plastik bestehen. Die Gläser sind selten aus Glas, meist sind es dunkle Kunststoffgläser. Diese spiegeln Licht oftmals in vielen verschiedenen Farben. Die charakteristischen Lamellen vor dem Glas können das Glas komplett oder auch nur teilweise verdecken, auch hier gibt es verschiedene Ausführungen. Während die teilweise bedeckte Variation eine alltagstaugliche ist, wird die komplett bedeckt meist aus Spaß getragen, da die Sicht durch die Streifen etwas eingeschränkt ist.

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